Gesundheit und Soziales Hamburg

Keine Mehrheit

Pflegekammer

Keine Mehrheit

Nur eine Minderheit votiert für eine Pflegekammer

In einer repräsentativen Umfrage der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) sprachen sich lediglich 36 Prozent der Befragten für die Gründung einer Kammer für Angehörige der Pflegeberufe aus. 48 Prozent lehnen die Pflegekammer ab, 16 Prozent konnten oder wollten keine Entscheidung treffen.

Hilke Stein, Fachbereichsleiterin für den Bereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen bei ver.di Hamburg: "Wir brauchen eine grundsätzliche Aufwertung von Pflegeberufen. Die Pflegenden in dieser Gesellschaft leisten notwendige und anspruchsvolle Arbeit. Die Arbeitsbedingungen sind aber derzeit wenig attraktiv. Eine gesetzliche Personalbemessung für die Pflege wäre ein erster wichtiger Schritt zu konkreten Verbesserungen."

Wir teilen die Auffassung der Senatorin Frau Prüfer-Storcks, dass die mehrheitlich ablehnende Haltung gegenüber der Pflegekammer nicht den Rückschluss zuläßt, dass die Berufsangehörigen in Hamburg mit der Situation in der Pflege bzw. in den Pflegeberufen insgesamt zufrieden seien. ver.di wird sich, auch gegenüber der BGV, weiterhin für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pflege einsetzen.