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Start von Tarifverhandlungen für Asklepios Töchter im Oktober

Start von Tarifverhandlungen für Asklepios Töchter im Oktober

Die Hintergründe zu den Tarifverhandlungen
 
Bei den Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat hat Asklepios erklärt „Verhandlungen zum Abschluss branchenüblicher Tarifverträge für bisher nicht tarifierte Tochtergesellschaften“ aufzunehmen. Die erste Verhandlung findet Anfang Oktober statt.
 
In den meisten der Asklepios Töchter gibt es keinen Tarifvertrag. In einigen bezahlt Asklepios nach Tarifverträgen, die angeblich der Branche entsprechen. Diese passen jedoch nicht für die anspruchsvolleren Anforderungen an die Beschäftigten im Krankenhaus.  Manchmal werden diese Tarifverträge auch nur für einige Beschäftigte voll angewendet, manchmal auch nur teilweise, andere schauen ganz in die Röhre.  Die Gemeinsamkeit in allen Töchterbetrieben ist:
Die Löhne sind zu niedrig und die Arbeitsbedingungen zu schlecht!
Wir werden Euch informieren, wie die Verhandlungen mit Asklepios laufen. Wir werden gemeinsam und entschlossen deutlich machen, dass wir einen fairen Tarifvertrag wollen. 

„Ich wurde übergeleitet – mich betrifft das nicht“ – Falsch!
Die zum 1. Juli 2016 in die Tochterfirmen übergeleiteten, „alten“ Beschäftigten, behalten ihre Arbeitsbedingungen statisch, also alle tariflichen Regelungen  werden auf dem Stand „eingefroren“, auf dem  sie zum Zeitpunkt des Übergangs waren. Außerdem nehmen sie an den Tariferhöhungen teil, die  in der Tarifrunde 2016 für die Jahre 2016 und 2017 vereinbart wurden. Ist also alles gut?
Nein! Denn für alle weiteren Erhöhungen gilt das nicht und alle neueingestellten KollegInnen sind tariflos. Sie müssen bei gleicher Tätigkeit länger arbeiten und verdienen weniger. Durch diese Zweiklassengesellschaft werden in einigen Jahren immer weniger „alte“ Beschäftigte in den Unternehmen sein.
Wir wollen einen Tarifvertrag, der für die Übergeleiteten auch zukünftig Einkommenszuwächse sichert und auch für alle anderen Beschäftigten faire tarifliche Arbeitsbedingungen garantiert.