Krankenhäuser

Solidarität mit den Krankenhausbeschäftigten

Dialog statt Kündigung

Solidarität mit den Krankenhausbeschäftigten

HH, 22. Februar 2021

Der Landesbezirksvorstand der ver.di in Hamburg unterstützt den Fachbereich 03 in der Forderung an Krankenhausarbeitgeber*innen und der Politik Lösungen für eine bedarfsgerechte und ausfinanzierte Versorgung und gute Arbeitsbedingungen zu finden.

Schon lange vor Corona waren die Zustände auf den Stationen und Bereichen der Hamburger Krankenhäuser aufgrund des Personalmangels oft unzumutbar. Jetzt in dieser Pandemie hat sich auf vielen Stationen und in vielen Bereichen die Situation dramatisch zugespitzt. Die Beschäftigten arbeiten absolut am Limit, oft auch darüber hinaus. Viele Kolleginnen und Kollegen berichten, dass sie erschöpft sind und nicht mehr können. 

Viele von ihnen haben das Bedürfnis, dass in der Öffentlichkeit bekannt ist, wie es in den Kliniken aussieht. Die Kolleg*innen haben den Mut auf diese Missstände öffentlich hinzuweisen. Viel zu wenig Personal in allen Schichten, zusätzlich zu ihrer regulären Tätigkeit müssen in einigen Kliniken Aufgaben, wie das Reinigen und Aufbereiten der Patient*innenzimmer, erledigt werden. Das ist wichtige Zeit, die am Patient*innen verloren geht.

Es kommt zu schlimmen Situationen und es kommt vor, dass nicht mal mehr eine würdige Sterbebegleitung geleistet werden kann, die Patient*innen sterben allein.

Der ver.di Landesbezirksvorstand in Hamburg fordert Asklepios und die weiteren Hamburger Krankenhausarbeitgeber*innen sowie die Politik auf Landes- und Bundesebene auf die Stimmen ernst zu nehmen, die auf die Missstände hinweisen und sofort alles zu tun, um die Kolleg*innen auf allen Stationen und Bereichen zu entlasten! 

Auch die Sozialbehörde ist in der Pflicht, ihre Aufgabe als Aufsichtsbehörde wahrzunehmen. 

Wir stehen für das Recht Missstände benennen zu können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, daher fordern wir die Verantwortlichen auf, mit den Kolleg*innen in den Dialog zu gehen und gemeinsam Lösungen für eine bedarfsgerechte und ausfinanzierte Versorgung und gute Arbeitsbedingungen zu erarbeiten.