Kirche, Diakonie und Caritas

ver.di steht für Tarifverträge

Kirche und Diakonie

ver.di steht für Tarifverträge

Hamburg im Juli 2016

ver.di steht für Tarifverträge und gegen den sogenannten dritten Weg!

 

ver.di ist unabhängig.

Die Gewerkschaft ver.di ist in keinem Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber Kirche und kann somit den offenkundigen Interessengegensatz zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber klar benennen. Gewerkschaftsvertreter können mithilfe der gewerkschaftlichen Organisation somit gegenüber der Arbeitgeberseite Verhandlungen auf Augenhöhe herstellen.

ver.di ist tarifmächtig.

Wir wollen für die Beschäftigten Verbesserungen durchsetzen. Hierbei ist die Augenhöhe und der Wille entscheidet. Gelingt ein Interessenausgleich auf dem Verhandlungswege nicht, haben die in ver.di gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten normalerweise als allerletzte Möglichkeit, einen Arbeitskampf zu führen. Wir wollen – um es mit den Worten des Landesbischofs Ulrich zu sagen: „streiken dürfen, aber nicht streiken müssen“. Apropos Streik:  Es kommen gut 95% aller Tarifverträge in Deutschland ohne Streiks zustande. Streik ist demnach überall die absolute Ausnahme. Und vor dieser Ausnahme muss niemand Angst haben.

ver.di ist demokratisch.

Die Entscheidungen und der Diskussionsprozess sind transparent und werden durch den Willen der Mitglieder getragen. Die Tarifkommission ist von den Mitgliedern gewählt worden und damit demokratisch zustande gekommen. Die Gewerkschaft ist abhängig vom Willen ihrer Mitglieder - welche in den Betrieben des Tarifvertrages beschäftigt sind. Die gewählten Mitglieder der Tarifkommission entscheiden über die Annahme eines Verhandlungsergebnisses.

ver.di erzeugt Tariffrieden.

Ergebnisse werden von den Gewerkschaftsmitgliedern akzeptiert. Der Tarifvertrag erzeugt eine friedensstiftende Wirkung und eine höhere Akzeptanz, da sich die Mitglieder für das Zustandekommen verantwortlich fühlen.

Tarifverträge sind die rechtlich sichere Form der Arbeitsrechtssetzung.

Grundlage für den Tarifvertrag ist das Tarifvertragsgesetz. Verhandlungsergebnisse gelten 1. unmittelbar (Tarifnormen gelten automatisch zwischen den Tarifgebundenen d.h. ohne Übernahmevereinbarung durch die Arbeitsvertragsparteien) und 2. zwingend (Tarifnorm regelt Mindestbedingungen, die nicht unterschritten werden dürfen). Die inhaltliche Ausgestaltung des Tarifvertrages unterliegt keiner Billigkeitskontrolle sondern lediglich einer eingeschränkten Rechtskontrolle an höherrangigem Gesetzes- und Verfassungsrecht durch staatliche Gerichte, da auf Augenhöhe verhandelt wurde.

Und wie steht ver.di zum sogenannten ersten Weg?

Einzelarbeitsvertragliche Bezugnahmeklauseln sind vom Bundesverfassungsgericht nicht als kirchengemäße Regelungssysteme anerkannt. Diese widersprechen der sogenannten Dienstgemeinschaft und sind Handeln nach Gutsherrenart. Daher sind sie nicht nur nicht kirchengemäß, sondern auch grundsätzlich abzulehnen.

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