Gesundheit und Soziales Hamburg

    Juni 2016: Tarifumsetzung bei den Elbkindern

    Juni 2016: Tarifumsetzung bei den Elbkindern

    Umsetzung der Tarifeinigung vom 5. November 2015 Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) bei den "Elbkindern" oder das Missverständnis mit dem Missverständnis

    Nun soll es  ja auch bei den elbkindern mit der Umsetzung der Tarifeinigung SuE losgehen, dagegen haben wir (ver.di) nichts und so hätte das schon im Januar umgesetzt werden können, wie auch in den anderen Betrieben unter Vorbehalt geschehen.

    Da in der Veröffentlichung im Intranet zu diesem Thema nichts darüber zu finden ist, was die tatsächlichen Gründe für die fehlenden Unterschriften sind und auch nicht, dass genau die Beschäftigten benachteiligt werden sollen, die schon bis 2013 bei den elbkindern auf Geld verzichtet hatten (wg. Einfrieren der Stufenlaufzeiten bei den elbkindern), können wir das so nicht stehen lassen.

    Soviel vorweg: ver.di wird nichts unterschreiben, was den Beschäftigten von vornherein eine Klagemöglichkeit bei falscher Umsetzung der Tarifeinigung nimmt.

    Konkret:

    Zunächst sollten alle, die sich in einer individuellen End- oder Zwischenstufe befinden, von den vereinbarten Einmalzahlungen ausgeschlossen werden. Das konnten wir abwenden.

    Jetzt soll aber im Tariftext stehen, dass alle, die in den Zwischenstufen sind, eine geringere Erhöhung erhalten sollen, als die anderen und damit auch eine geringere Einmalzahlung.

    Beispiel: eine Erzieherin erhält in der Stufe 3 ihrer Entgeltgruppe 100,43 € monatlich mehr in der neuen S 8 b. Eine Erzieherin in der Stufe 3 + soll dagegen nur die Differenz zwischen ihrem Entgelt  und der Erhöhung erhalten, was erheblich weniger sein kann.  Wenn diese Kollegin z.B. im Januar 2017 in die Stufe 4 kommt und ihr bisheriges Entgelt € 2950 betragen hat, bekommt sie nach der Rechtsauffassung der Arbeitgeberin für 12 Monate 70,43 Euro weniger als die Kollegin die in einer ‚glatten‘ Stufe ist,  insgesamt also 845,16 € weniger.

    Nach unserer Rechtsauffassung und dem Tariftext auf den Bezug genommen wird*, muss die Kollegin 101,67€ monatlich mehr erhalten.

    Dies betrifft nicht nur Erzieher*innen/ Heilerzieher*innen sondern alle, die ein Pluszeichen auf ihrer Abrechnung hinter der Entgeltgruppe stehen haben in unterschiedlicher Höhe.

    Zwei Fragen werden nach der Veröffentlichung im Intranet ebenfalls sehr häufig bei uns gestellt:

    Wann wird denn nun gezahlt bei den elbkindern und was?

    Nach unserer Lesart erhalten alle ohne ein + hinter ihrer Stufe bis zur Entgeltgruppe S 8 (Sozialpädagogische Assistentinnen, Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen, Heilerzieherinnen. usw.) im April 2016 alle Nachzahlungen und das neue Gehalt und alle Leitungen und KollegInnen mit + im Mai 2016 unter dem Vorbehalt, dass der Tarifvertrag unterschrieben wird.

    *Auszug aus der Tarifeinigung vom 5.11.2015 (abgeschlossen am 17.2.2016):
    § 26 b Abs. 4 Satz 7 Tarifvertrag Überleitung - Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg e. V. (TVÜ-AVH) findet Anwendung:

    „Das Vergleichsentgelt verändert sich um denselben Vomhundertsatz bzw. in demselben Umfang wie die nächst höhere Stufe; eine individuelle Endstufe nach Satz 3 und 6 verändert sich in demselben Umfang wie die höchste Stufe der jeweiligen Entgeltgruppe:“

    ver.di Mitglieder können sich bei Fragen an sigrid.ebel[at]verdi.de wenden.