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    ver.di fordert mehr Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege

    ver.di fordert mehr Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege

    Berlin, 18.04.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die
    Initiativen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke für mehr Personal
    in Krankenhäusern und in der Altenpflege. »Angesichts der
    dramatischen Situation in Kliniken und Pflegeeinrichtungen muss
    sofort gehandelt werden. Es ist gut, dass die Politik das erkennt«,
    erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler anlässlich der
    heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages. »Wir
    brauchen dringend mehr Personal, um eine gute Pflege zu
    gewährleisten, und Entlastung, um die Gesundheit der Beschäftigten zu
    schützen.«

    Für die Krankenhäuser fordert ver.di neben einem Sofortprogramm von
    mindestens 20.000 zusätzlichen Vollzeit-Pflegestellen die Einführung
    einer gesetzlichen Personalbemessung in allen Bereichen. »Die
    Ankündigung im Koalitionsvertrag von Union und SPD,
    Personaluntergrenzen in allen Bereichen der Pflege einzuführen, muss
    schnell in die Tat umgesetzt werden«, forderte Bühler. Die Vorgaben
    müssten sich am Pflegebedarf der Patientinnen und Patienten
    orientieren.

    In stationären Pflegeeinrichtungen ist laut ver.di ebenfalls ein
    Sofortprogramm nötig, das einen Personalschlüssel von 1:2, also eine
    Pflegekraft je zwei Bewohnerinnen beziehungsweise Bewohner,
    garantiert. Zudem müssten nachts mindestens zwei Pflegekräfte im
    Wohnbereich anwesend sein. Finanziert werden könnte dies durch die
    Umwidmung des Pflegevorsorgefonds in einen »Pflegepersonalfonds«. Mit
    den jährlich mehr als 1,2 Milliarden Euro könnten zusätzlich 40.000
    tarifvertraglich vergütete Vollzeitstellen mit Pflegefachkräften
    besetzt werden.

    »Jeder Tag, an dem wegen des Personalmangels Patienten und
    Pflegebedürftige allein gelassen und Arbeitsrechte mit Füßen getreten
    werden, ist ein Tag zu viel«, betonte Bühler. »Im Bundestagswahlkampf
    haben alle Parteien Verbesserungen versprochen. Jetzt ist es an der
    Zeit, diese einzulösen.« Durch bessere Ausbildungs- und
    Arbeitsbedingungen könnten der Pflegeberuf attraktiver und der
    steigende Fachkräftebedarf gesichert werden. Eine bedarfsorientierte gesetzliche
    Personalbemessung in Krankenhäusern und in der Altenpflege ist die
    Voraussetzung für eine sichere Versorgung und gesunde
    Arbeitsbedingungen.
     
    Pressekontakt:
    V.i.S.d.P.:

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin