Tarifbereiche

    Tarifrunde Länder (TV-L)

    Tarifeinigung

    Tarifrunde Länder (TV-L)

    Einigung in der Tarifrunde der Länder (TV-L) 2017/18

    Nach einer eindrucksvollen Warnstreikwelle konnte ver.di am 17. Februar 2017 eine Tarifeinigung erreichen, die sich sehen lassen kann. Die wesentlichen Ergebnisse im Überblick:  Entgelterhöhungen ab  dem 1. Januar 2017 um  2,0 Prozent, mindestens  um 75 Euro begrenzt auf den Entgeltbetrag von 3200,- Euro und ab dem 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent.

    Die Laufzeit der Tarifeinigung ist bis zum  31. Dezember 2018. 

    Den Entgeltgruppen 9 –15 wird in zwei Schritten eine Stufe 6 angefügt: Gegenüber der Stufe 5 beträgt  der Zuwachs 1,5 Prozent ab 1. Januar 2018 und 3 Prozent ab 1. Oktober 2018. Das bedeutet: zum 1. Januar 2018 kommen alle Beschäftigten, die am 31. Dezember 2017 bereits seit mindestens fünf Jahren in der Stufe 5 oder in einer individuellen Endstufe (Stufe 5+) ihrer Entgeltgruppe sind, in die Stufe 6. Danach alle Beschäftigten, nachdem sie fünf Jahre in der Stufe 5 zurückgelegt haben. Hierzu findet sich ein gesondertes Flugblatt auf dieser Seite.

    Viele Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst erhalten monatliche Zulagen,  z. B. Erzieherinnen und Erzieher sowie Leitungen von Kindertagesstätten in Höhe von 80 Euro, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter  in der Entgeltgruppe 9 ohne Entgeltgruppenzulage in Höhe von 100 Euro und in der Entgeltgruppe 11 in Höhe von 50 Euro. Bei Beschäftigten in der Entgeltgruppe 9 mit der besonderen Stufenlaufzeit von fünf Jahren in der Stufe 2 und fehlender Stufe 5 („kleine" EG 9) erhöht sich der Tabellenwert der Stufe 4 nach fünf Jahren in Stufe 4 ab 1. Januar 2018 um 53,41 Euro und ab 1. Oktober 2018 um weitere 53,40 Euro. Es wird die bis zum 31. Dezember 2017 in Stufe 4 oder einer individuellen Endstufe (Stufe 4+) verbrachte Zeit berücksichtigt. Im Übrigen gelten die Aussagen zur Stufe 6 entsprechend.

    Die Vergütungen für Auszubildende werden zum 1. Januar 2017 um 35 Euro und zum 1. Januar 2018  um weitere 35 Euro erhöht. Die bisherigen Übernahmeregelungen werden um weitere 2 Jahre verlängert. Der Urlaubsanspruch steigt um 1 Tag. Der Zusatzurlaub von einem Tag für die Pflegeauszubildenden im zweiten und dritten Ausbildungsjahr im Schichtdienst bleibt erhalten. Die Übernachtungskosten werden wie bei den Beschäftigten vom Arbeitgeber erstattet. Die Schülerinnen/Schüler in der Operationstechnischen Assistenz (OTA) und in der Anästhesietechnischen Assistenz (ATA) werden rückwirkend ab 1. Januar 2017 in den Geltungsbereich des Tarifvertrages für Auszubildende der Länder in Pflegeberufen (TVA-L Pflege) einbezogen.

    Zur Tarifierung der schulisch- betrieblichen Ausbildungen werden im April Tarifverhandlungen aufgenommen, die im Herbst 2017 abgeschlossen sein sollen. Wegen ihrer Bedeutung werden sie von Frank Bsirske und dem Vorsitzenden der TdL geführt. Dazu wird eine spezielle Verhandlungskommission der Auszubildenden eingerichtet.

    Zur Weiterentwicklung  der Entgeltordnung wurde eine Prozessvereinbarung getroffen. Ziel ist es, die Verhandlungen im Jahr 2018 abzuschließen und  in der Tarifrunde 2019 über die Inkraftsetzung der Änderungen zu entscheiden.

    Wie geht es jetzt weiter? Wir werden voraussichtlich zu dem Verhandlungsergebnis eine aufsuchende Mitgliederbefragung durchführen. Danach entscheiden die ver.di Gremien über eine Annahme.